Hallo, ich bin Jan.
Ich möchte mich hier kurz vorstellen. Ich schreibe viel und alles auf, seit ich schreiben kann. Mal sind es kurze Geschichten, Gedichte oder Songtexte. So unterschiedlich die Themen und Adressaten auch sind, der Humor verbindet alle wie ein roter Faden. Geschichten zu erzählen ist für mich also nichts Neues. Neu ist eher, dass ich mit MGM Literary Adventures angefangen habe, diesen Geschichten einen eigenen Platz zu geben und einer breiteren Leserschaft zu präsentieren.
Mein aktuelles Projekt heißt Raumpatrouille Öhre. Die Idee dazu hatte ich schon seit meiner Kindheit. Als Kind habe ich förmlich Star Trek und Star Wars aufgesogen. Irgendwann wollte ich selbst mit so einem Raumschiff los, fremde Welten entdecken und natürlich möglichst weit weg von allem fliegen.
Mich hat dabei aber später auch etwas anderes viel mehr interessiert. Die Frage nämlich, wie wären diese Menschen eigentlich wirklich, an Bord, wenn sie so wären wie wir alle?
Was passiert, wenn der Captain eben nicht rund um die Uhr seine Autorität beweist? Wenn Admiräle auch nur Menschen sind, die morgens ohne Kaffee einfach schlechte Laune haben? Wenn ein hochentwickeltes Raumschiff zwar technisch nahezu alles kann, seine Besatzung aber trotzdem dieselben Ecken und Kanten hat und dadurch diese kleinen Katastrophen produzieren wie jeder von uns in unserem Alltag?
Genau daraus ist die Öhre entstanden.
Dabei habe ich die Figuren und Charaktere, die mich schon lange durch andere Geschichten begleiten, genommen, und schicke sie jetzt einfach ins Jahr 3184. Da dürfen sie so richtig schönen trockenen Humor verstreuen und den Leser in ihre Welt ziehen.
Die Raumpatrouille Öhre ist quasi weniger ein klassischer Science-Fiction-Serienroman als vielmehr Comedy, die ein paar hundert Jahre in der Zukunft spielt. Natürlich schreibe ich dabei möglichst über technische Dinge so überzeugend, dass es gerade noch so durchgeht. Aber je skurriler der Umgang der Figuren mit dieser Technik, der trockene Humor in den Dialogen und je menschlicher die Probleme werden, desto stärker tauche auch ich in die Geschichte ein.
Über der Serie steht: “Kleines Schiff. Große Klappe. Unendliche Weiten.” und das ist für jede Folge der Antrieb.
Und dann gibt es da noch MGM Literary Adventures.
MGM begleitet mich schon sehr viel länger als die Öhre. Seit mittlerweile rund 33 Jahren beschäftigen wir uns dort mit Musik, Ton und Medienproduktion. Angefangen hat alles mit der Liebe von ein paar Verrückten zu elektronischer Musik. Über die Jahre sind daneben auch andere Medienproduktionen, Werbevideos, Imageprojekte und allerlei Dinge entstanden, bei denen Ton und Bild eine Rolle spielen.
Die Frage war also für mich, wenn meine Geschichten ohnehin da sind, warum nutze ich eigentlich nicht auch die Möglichkeiten, die über all diese Jahre entstanden sind, um sie zu erzählen.
So entstand MGM Literary Adventures als eigene literarische Sparte.
Und seit dem 1. August fliegt sie nun “Die Öhre” in der ersten Pilotfolge. Und wohin sie uns treibt, kann keiner wissen.
Geplant ist eine monatliche neue Folge und eine Hörspielfassung, die gerade in Vorbereitung ist. Stimmen, Musik, Geräusche und die gesamte akustische Welt sollen dabei genauso sorgfältig aufgebaut werden wie die Geschichten selbst.
Ich finde die Idee der Deutschen Erzählschmiede sehr spannend und schließe mich sehr gern an. Substack ist groß, aber im deutschsprachigen Bereich tappen viele Autoren und Leser noch ziemlich im Dunkeln. Man muss sich teilweise regelrecht gegenseitig suchen.
Ein Netzwerk, in dem man neue Geschichten entdeckt, sich austauscht und auf Dinge stößt, nach denen man selbst gar nicht gesucht hätte, finde ich deshalb ausgesprochen schön.
Und falls jemand jetzt neugierig geworden ist: Die R.P.S. Öhre nimmt besuchsweise immer wieder Gäste auf, die Bock haben, ein Stück mitzufliegen.
Ob die Besatzung dabei immer weiß, was sie tut, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.


